UNITERRE fuer eine nachhaltige LandwirtschaftUNITERRE fuer eine nachhaltige Landwirtschaft
UNITERRE pour une agriculture durable
UNITERRE pour une agriculture durable

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Film über die Revolte (in französisch)
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Nationale Petition

Milchproduktion Ja - aber nicht mehr als nötig!

Laden Sie die Petition (Klicken Sie auf das Bild)

petition

Die Petition wird von Uniterre, unterstützt von Big-M, lanciert. Sie kann von allen unterzeichnet werden, unabhängig von Alter und Nationalität.
Uniterre hat diese Petition lanciert damit

DIE BRANCHENORGANISATION MILCH (BOM) UMGESTALTET WIRD UND GERECHTERE REGELN EINGEFÜHRT WERDEN, NAMENTLICH:

• Die nötigen Mengen, um die Nachfrage nach Milch zu decken, werden jährlich in der BOM gemeinsam bestimmt. Der Milchpreis ab Hof muss die Produktionskosten decken. Die Produktionskosten müssen jährlich von der eidg. Forschungsanstalt Agroscope erhoben werden.

• Die Steuerung der Milchmenge wird dem SMP übertragen. Die von der SMP demokratisch gefassten Beschlüsse zur konkreten Umsetzung der Mengensteuerung werden vom Bundesrat als allgemein verbindlich erklärt

• Die Produzentenvertreter in der BOM müssen unabhängig von den anderen Interessensgruppen, in einem offenen Wahlverfahren vom SMP bestimmt werden

Wer unterstütz (bis heute): BIG-MKonsumenten-Vereinigung Nordwestschweiz, Milchproduzentengenossenschaft (MPG) Egg-Hinteregg Gland, Landwirtschaft Dorfverein Fislisbach, Vugelle-la-Mothe, Flendruz, La Praz, Roche d'Or, l'Amicale des paysans de Châtillon, die regionale Vertragslandwirtschaft Projekten Les jardins d'Ouchy, Les Jardins du Flon, Cueillettes de Landecy , Le syndicat d'élevage de Troistorrents, les Jardins de cocagne, la Fédération romande de l'agriculture contractuelle de proximité, La Ville de Genève

 
2. März: Nationaler Kundgebung

«Ernährungssouveränität und fairer Milchmarkt jetzt !»

Am Freitag 2. März, 11.00, Bundesplatz

Wir Bäuerinnen, Bauern und Sympathisanten kommen gestiefelt nach Bern

         stiefel

manif berne


Schneider-Ammann sollte in die Stiefel steigen, um das Milchproblem zu lösen

In Europa stellen 6 Minister des Europarates öffentlich die Liberalisierung der Milchquoten im Jahr 2015 in Frage. Allen Bemühungen der Verantwortlichen des privaten sowie des öffentlichen Bereichs zum Trotz, ist es in der Schweiz nach 6 Jahren Liberalisierung unmöglich in der Produktion einen korrekten Verdienst zu erwirtschaften. Resultat: Mehr als 1000 Betriebe – und gleich viele Arbeitsplätze – stellen jährlich die Milchproduktion ein.
Am 9. Dezember 2011 haben sich Bauernfamilien von Uniterre auf dem Bundesplatz versammelt, um ihr System der Mengensteuerung des Milchmarktes vorzustellen. Im Laufe des Januars 2012, richtete Uniterre einen persönlichen Brief an Herrn Bundesrat Schneider-Ammann, um ihm einen Treffen mit den Produzenten vorzuschlagen. Gemeinsam mit dem Direktor des Bundesamtes für Landwirtschaft (BLW), dem Bauernverband (SBV) und des Schweizerischen Milchproduzentenverbandes (SMP)sollten dabei die erarbeiteten Vorschläge geprüft werden.
Bis heute haben wir weder eine Antwort, noch ein Empfangsbestätigung erhalten. Angesichts dieses krassen Fehlens eines politischen Willens zur Lösung der gravierenden Probleme im Milchsektor, kommen Bauernfamilien aus der ganzen Schweiz diesen Freitag 2.März auf den Bundesplatz. Sie treffen sich dort, um – per Stiefeltritt – mit Nachdruck zu fordern, dass es vor den im Rahmen der BOM (Branchen Organisation Milch) stattfindenden Verhandlungen, eine privatrechtliche nationale Mengensteuerung in Produzentenhand braucht.
Zur Umsetzung braucht dieses System die vom Bund zugesprochene Allgemeinverbindlichkeit. Ohne diese Allgemeinverbindlichkeit ist es unmöglich die Produktion, der landesweit noch verbleibenden 25'000 Milchproduzenten verbindlich zu regulieren.
Eine nationale Petition:
Damit die nötigen Reformen der Branche und insbesondere der BOM umgesetzt werden, haben die Produzenten eine nationale Petition lanciert mit dem Titel: „Milch – aber nicht mehr als nötig“.
Sie fordert insbesondere dass:
• Die Produzentenvertreter werden unabhängig von den anderen Interessensgruppen, vom SMP bestimmt
• Die nötigen Mengen, um den Milchbedarf der Bevölkerung zu decken, werden einmal pro Jahr von der BOM gütlich bestimmt. Der Milchpreis ab Hof muss die Produktionskosten decken, welche von der eidgenössischen Forschungsanstalt Agroscope erhoben werden
• Die Steuerung dieser Milchmengen wird dem SMP anvertraut, dessen Beschlüsse werden vom Bundesrat als allgemein verbindlich erklärt.
Diese Petition erhält bereits jetzt ansehnliche Resonanz bei Konsumenten und Produzenten. Schon vor der offiziellen Verbreitung, sind mehr als 500 Unterschriften gesammelt worden. Big-M, die Konsumenten Vereinigungen Nordwestschweiz, Milchgenossenschaften, sowie die vertragslandwirtschaftlichen Initiativen Les Jardins d’Ouchy und Les Jardins du Flon haben bereits ihre offizielle Unterstützung signalisiert.

Petition unten

 
Wir haben genug von der Milch- Mafia ! Wir fordern die Allgemeinverbindlichkeit der Mengensteuerung in Produzentenhand.

Auf dem Milchmarkt herrscht Wildwuchs. Die Situation präsentiert sich seit Monaten ohne Hoffnung auf Besserung: Die Industrialisierung der Milchproduktion wird immer schneller und weiter forciert und die Branchenorganisation Milch (BOM) steckt in der Sackgasse. Niemand hat Antworten auf die Krise auf dem Milchmarkt und der Schweizer Milchproduzentenverband (SMP) hat sich aus der BOM zurückgezogen, weil er sonst den Mitgliedern gegenüber seine letzte Glaubwürdigkeit verloren hätte.

Der Markt wird einzig und allein von den Käufern und Verarbeitern beherrscht. Durch verschiedene Verträge, individuelle Abmachungen und unterschiedlichste Milchpreise für gleiche Qualität, werden die Bauern bewusst gespalten.

Als krönender Abschluss werden die Produzenten mit der vom Bundesrat an die BOM erteilten Allgemeinverbindlichkeit gezwungen die Exportsubventionen aus eigener Tasche zu bezahlen. So können die Händler die Überproduktion günstig in der EU loswerden. Die Produzenten aber werden im Gegenzug durch das heutige Segmentierungs-System bestraft, wenn sie weniger produzieren wollen.

Der Druck auf die Milchpreise hat auch schockierende Auswirkungen auf die Kälbermast. Heute werden wegen dem Zwang zu immer mehr Produktion heute gut 30’000 Kühe zuviel gehalten. Wegen dieser zu hohen Kuhzahl werden zuviele Kälber geboren. Diese Kälber haben auf dem Markt keinen Platz, sie sind überzählig. Aus diesem Grunde werden wöchentlich hunderte von Käbern, welche erst wenige Tage alt sind, getötet. Die BOM und die in ihr vertretenen Grossverteiler und Molkereien und Milchhändler akzeptieren dies alles, denn sie bekämpfen vehement jeden Versuch, die Milchmenge und damit die Kuhzahl zu senken. Die Werbung hingegen versucht uns eine heile Welt vorzugaukeln, die es in der industriellen Landwirtschaft längst nicht mehr gibt.

Wir sind heute gemeinsam in Bern, weil wir genug von dieser Situation haben. Wir glauben nicht, dass die BOM wirklich an der Findung einer Lösung interessiert ist. Im Gegenteil, die verarbeitende Industrie und die Milchkäufer profitieren von der organisierten Überproduktion. Schon vor Monaten haben wir einen gangbaren Weg und eine Lösung vorgeschlagen. Nun sind wir hier, um einen grossen Stiefeltritt anzukünden, damit dieser Vorschlag endlich Gehör findet.

Die vorgeschlagene Lösung führt ein flexibles und solidarisches System der Regulierung der Mengen ein, welches es den Bauern ermöglicht, schnell auf den Markt zu reagieren. Die Lieferrechte richten sich dann nach der vom Markt benötigten Menge und dem offerierten Preis. Ziel ist es eine Überproduktion und den damit verbundenen Export zu Dumpingpreisen zu verhindern. Dieses System ist der Garant, trotz weniger Menge, einen fairen Preis zu erreichen. Damit diese Massnahme in der ganzen Schweiz gerecht umgesetzt werden kann, benötigt sie starke politische Unterstützung und die Erteilung der Allgemeinverbindlichkeit des Bundes.

Eine solche Lösung ist im Einklag mit der Prinzip der Ernährungssouveränität von Via Campesina, welches u.a. als Grundpfeiler ein gerechtes Auskommen für die Bauernfamilien fordert und jegliche Form von Export-Subventionen ablehnt. Die vorgeschlagene Mengensteuerung ist für alle Bürgerinnen und Bürger ein Gewinn. Die Lösung verhindert Überproduktionen und fördert dadurch die Produktion für die regionalen Märkte zu einem fairen Preis für alle Beteiligten. Für die Industrie würde es auch einen Vorteil bedeuten: die zu verarbeitenden Mengen wären besser planbar, es würde Kosten verringern, welche mit der Lagerung oder dem Transport der sensiblen Produkte verbunden sind. Produkte mit guter Mehrwertschöpfung könnten dabei weiter exportiert werden.

Wir erwarten nun, dass unser vorgeschlagenes Konzept der Mengenregulierung endlich in den entsprechenden Gremien, Kommissionen und involvierten Kreisen behandelt wird.

stiefelBern

 
GEMEINSAME Protestaktion der Milchbauern

Protestaktion der schweizerischen und europäischen Milchbauern:
Butterberge nicht verramschen, sondern vermeiden

emb butter

Schweizer Milchbauern und Milchbäuerinnen haben heute zusammen mit europäischen Kolleginnen und Kollegen in Basel und in Genf eindrücklich demonstriert, wie unsinnig Exporte zu Dumpingpreisen sind.

Dumpingexporte sind doppelt ruinös: Sie zerstören die bäuerlichen Einkommen sowohl im Lande des Absenders, wie auch im Land des "Empfängers".
Obwohl diese Tatsache seit langem bekannt ist, praktiziert die Schweiz im Milchsektor nun ein so genanntes Marktsanierungssystem, welches mit Dumpingexporten die Überschüsse in andere Länder verfrachtet. Dies sind einerseits Butterexporte in Länder ausserhalb der EU, welche mit Zwangsabgaben der Schweizer Milcherzeuger verbilligt werden. Aber auch in die EU werden Dumpingexporte getätigt: Magerkäse für die Industrie wird dank der Verbilligung durch die Verkäsungszulage exportiert, neuerdings auch fettreduzierte Butter. Für diese Exporte wird den Milcherzeugern ein C-Milchpreis von aktuell 23 Rappen (19 Cent) je Liter verrechnet.

So werden wertvolle, aufwendig produzierte Lebensmittel verramscht und die daraus resultierenden niedrigen Erzeugerpreise machen einer flächendeckenden und bäuerlichen Landwirtschaft den Garaus, und das beiderseits der Grenzen.

Dies alles müsste nicht sein. Mit der Aktion unterstreichen die Milcherzeuger ihre Forderung, in der Schweiz ein Mengenregulierungssystem anzuwenden, mit welchem Überschüsse gar nicht erst produziert werden. Die erzeugte Menge muss an die vorhandenen Absatzmöglichkeiten angepasst werden. Damit würden fünf anstehende Probleme auf einen Schlag gelöst:
1. Das Problem der kostspieligen Entsorgung von Überschüssen fällt weg und damit der Preisdruck zulasten der Milcherzeuger in der Schweiz

2. Die Milchbauern in anderen Ländern werden nicht noch zusätzlich durch Schweizer Dumpingexporte und damit zusätzliche, billige Mengen auf ihren Märkten in Schwierigkeiten gebracht.
3. Eine Stabilisierung des Milchpreises nimmt Wachstumsdruck von den Betrieben
4. Bessere Einkommen ermöglichen den LandwirtInnen, wieder vermehrt investieren zu können.
5. Höhere Markterlöse erlauben es den Staaten, ihre Ausgaben zur Stützung der Produktion senken zu können.

Wir fordern daher mit Nachdruck:
• Stopp der organisierten Überproduktion (über 200 Millionen Liter)
• Keine Zwangsabgaben zur Butterabräumung
• Keine Segmentierung des Milchpreises durch die Milchverarbeiter. Die Segmentierung wird von diesen willkürlich angewandt als Mittel, um den Preis zu drücken. Das Segmentierungssystem ist nicht transparent, da die Verarbeiter ihrer Meldepflicht gegenüber dem Bundesamt für Landwirtschaft nicht nachkommen wollen.

Das vom Bundesrat angewandte Instrument der Allgemeinverbindlichkeit wird missbraucht, um die Überproduktion abzuräumen, statt wie immer wieder von den Produzenten gefordert, zur marktgerechten Mengensteuerung eingesetzt zu werden.
Wir brauchen eine Mengensteuerung in Erzeugerhand, welche eine nachfrageorientierte und kostendeckende Milcherzeugung ermöglicht. In der Schweiz und in der EU. Es ist Zeit, dass sich die bäuerliche Interessenvertretung ihrer Kraft bewusst wird, statt vor den Forderungen der Industrie und des Grosshandels in den Kniefall zu gehen.

Die Milchbauern in der Schweiz sind solidarisch mit ihren Kollegen aus der EU. Sie lassen sich nicht von profitgierigen Milchunternehmungen in eine mörderische Konkurrenz drängen! Eine solche Konkurrenz ist zerstörerisch und setzt für kurzfristigen Profit unsere Lebensgrundlage aufs Spiel.

Schweiz: Uniterre, BIG-M. Deutschland: BDM - Bundesverband deutscher Milchviehhalter, AbL - Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft, Frankreich: Apli - Association des producteurs de lait indépendants, Confédération Paysanne. Europa : EMB - European Milk Board

 
4 Kollegen in BULLE Verurteilt worden

Vier Produzenten werden von der Freiburger Justiz zu Unrecht verurteilt. Die Gewerkschaftsfreiheit wird in Frage gestellt.

Im Nachfeld der Aktion von Pringy im Jahr 2009, wurden vier von zweihundert an jenem Abend anwesenden Produzenten vom Polizeigericht des Bezirks Gruyère mit 2 Jahren bedingt zu 80 Stunden gemeinnütziger Arbeit, 300 Franken Busse und zur Übernahme mehrerer Tausend Franken Gerichtskosten verurteilt. Uniterre wird gegen dieses Urteil Berufung einlegen um Kenntnis der genauen Urteilsbegründung zu erlangen.
Die Anwältin Frau Cereghetti hatte auf Grund der Gewichtigkeit der Sachlage im Milchmarkt und dem geringen Schaden für einen Freispruch oder eine Verurteilung ohne Strafe plädiert. Sie hat festgestellt dass Druck Teil jeder derart gewichtigen Verhandlung sei. Des Weiteren hat der Kläger seine Strafanzeige zurückgezogen. Die Aktion hat weder die moralische noch die körperliche Integrität der Personen verletzt, noch zu Schaden geführt. Dies bestätigt auch der Polizeirapport. Die Anwältin hat in Erinnerung gerufen, dass die Produzenten da waren um die Anwendung eines Artikeles des Reglementes des Freiburger Milchverbandes (FMV)einzufordern. Zu diesem Punkt muss festgehalten werden, dass bis zum heutigen Tag, weder die beschlossene 40%ige Reduktion der Mehrmengen noch die Durchführung einer ausserordentlichen Mitgliederversammlung eingelöst wurde. Vor dem Urteilsspruch hat die Richter Frau Frédérique Bütikofer-Repond, die Angeklagten statt 45 Minuten über 2 Stunden warten lassen. Niemals werden wir erfahren was in diesem Zeitraum geschehen ist, aber offensichtlich war der Entschluss nicht einfach zu fassen.
Uniterre stellt fest, dass es in Freiburg, im Kanton in dem Elsa und Cremo liegen, schwierig ist sich Gehör zu verschaffen. So hat die Richterin auch bei den von Herrn Stirnimann gegen Pierre-André Tombez gerichteten Todesdrohungen nicht eingegriffen.
Mit diesen Verurteilung wird die gewerkschaftliche Freiheit von Uniterre eingeschränkt. Noch nie wurden solche Urteile gegen Produzenten die ehrenamtlich für ihren Berufsstand und eine der Bevölkerung nahe stehenden bäuerliche Landwirtschaft kämpfen, gefällt.
Es wird in der Zukunft schwieriger den bäuerlichen Unmut zu bewältigen. Uniterre wird der Verzweiflung der Bauern keinen einfachen Ausdruck und Unterstützung mehr geben können. Individuelle Aktionen und Handlungen können von verzweifelten Produzenten ausgehen. Uniterre wird das Risiko diese Produzenten zurückzuhalten und Ausschreitungen in Freiburg zu vermeiden nicht mehr eingehen. Sicher ist aber, dass die Krise des Milchmarktes weiter auch über die Kantonsgrenzen hinaus Anlass zu Aktionen geben wird…

 

Bildern: >siehe

 
Schweizer milch Markt: was geht vor beim sbv

Was geht vor beim Bauernverband?

Offener Brief an die Herren Hans-Jörg Walter (Nationalrat, SVP, TG) und Jacques Bourgeois (Nationalrat, FDP, FR), Präsident resp. Direktor des Schweizerischen Bauernverbandes (SBV).

Sehr geehrte Herren,

Die nunmehr seit drei Jahren anhaltende Passivität des Bauernverbands bezüglich der Organisation des Schweizer Milchmarkts stösst bei vielen Produzenten auf Unverständnis. Tatsächlich beschränkte sich das Engagement des SBV für seine Mitglieder auf das Mitwirken bei der Gründung der Branchenorganisation Milch (BO Milch) und auf eine Vermittlerrolle in deren Anfangsphase. Ein Dachverband der Schweizer Bauern, der einfach schweigt, während die Produzenten seit zwei Jahren täglich einschneidende Einkommensverluste hinnehmen müssen — das ist ein starkes Stück!

Es wird gesagt, dass Sie nach der Debatte zur Motion Aebi im Ständerat vor zwei Wochen an der Seite der Milchindustrie gegen die Motion lobbyiert und bei den Ständeräten für eine Lösung geworben hätten, mit der die Probleme nicht in den Griff zu kriegen sind. Viele Milchproduzenten fühlen sich durch ein solches Verhalten hintergangen. Ich erlaube mir deshalb, folgende vier Fragen an Sie zu richten:

1. Existieren für Sie als einflussreiche Landwirtschaftsvertreter nicht gewisse Grundprinzipien, die nicht verhandelbar sind, und gehört da nicht auch eine landwirtschaftsintern geregelte Angebotssteuerung dazu?

2. Befürchten Sie nicht, dass die BO Milch nach einer Ablehnung der Motion Aebi damit fortfährt, jegliche Mengensteuerung auf dem Milchmarkt zu verhindern und die Kosten für die Butter-Überschussverwertung allen Produzenten aufzubürden, insbesondere denjenigen, die in keiner Weise für die Situation verantwortlich sind?

3. Finden Sie es richtig, dass Sie sich für die Mehrmengenmelker aus Ihren Regionen einsetzen und dies auf Kosten der grossen Mehrheit der Schweizer Milchproduzenten (85 %)?

4. Wenn Ihr Handeln hauptsächlich von der Sorge um Ihre Wiederwahl im Herbst bestimmt ist, wäre es dann nicht an der Zeit, Ihren Platz an der Spitze des SBV für Leute freizugeben, die bereit sind, sich transparent und ohne Zugeständnisse für die Gesamtinteressen der Landwirtschaft einzusetzen?

Ich danke Ihnen im Voraus für die Beantwortung der Fragen.

Romain Beuret
Ing. Agr. Dipl. EPFZ
Pré Chappuis 3
2827 Mervelier
romain.beuret@bluewin.ch
079 329 79 34 Mervelier, den 04.04.2011

Antwort von SBV >lesen

Antwort von Kurt Graf, Bio Bauer , Mitglied Uniterre >lesen

rappen

 
April 2011: Milchpolitik und Migros...

Milchpolitik im Migros-Magazin: Das Verschweigen von Informationen ist die Norm.

Im Migros-Magazin vom 11. April 2011 in der Sparte „Neues aus der Migros“ titelt die Migros: „Mehr Geld für die Bauern“. Der Artikel erklärt, dass einige Milch-Produkte um 5 bis 10 Rappen teurer werden, damit der Anstieg der Produzentenpreise (die 3 Rappen teurer werden) durch die Konsumenten getragen wird. Diese bruchteilhafte Information ist eine Schande für ein Magazin mit einer so grossen Leserschaft.
Was der Artikel alles verschweigt:
• Vorerst soll nur der Richtpreis der BO Milch um 3 Rappen angehoben werden, nicht der – viel tiefere – Preis, den die Produzenten effektiv erhalten. Der Titel des Artikels vermittelt ausserdem, dass alle Schweizer Produzenten zusätzlich 3 Rp./kg erhalten und das wird nicht der Fall sein. Jede Preiserhöhung kann durch eine Änderung der Segmentierung (s. u.) vollständig ausgehebelt werden.
• Der Abbau des Butterbergs wird in erster Linie von den Produzenten bezahlt, über eine Abgabe von 1 Rp./kg auf der Basismenge und von 4 Rp./kg auf der Zusatzmenge. Die Anstrengung der Migros besteht einzig darin, dass sie die Detailhandelspreise von Vollmilch um 5 Rappen und diejenigen von Rahm und Kochbutter um je 10 Rappen anhebt!
• Der geplante Preisanstieg betrifft nur das A-Milchsegment, aber die meisten Produzenten müssen mehrere Milchsegmente produzieren (A-, B- und C Milch).
• Die Aufteilung der Milchmenge in A-, B- und C-Milch wird von den Verteilern festgelegt, die Produzenten müssen ihre Produktion darauf abstimmen.
• Die Produzenten können nicht für den Butterberg verantwortlich gemacht werden, denn sie produzieren ihre Milch gemäss einem Abnahmevertrag, während die Industrie für die Abnahme und die Verarbeitung zuständig ist. Die Produzenten verfügen über kein System, um die Produktion von Butter und Milchpulver zu regulieren. Die schlechten Verkäufer müssen also aufseiten der Industrie und der Verteiler gesucht werden.
• Die Produzenten werden einerseits von der Industrie (durch Preisaufschläge) angehalten, Milch mit hohem Protein- und Fettgehalt zu produzieren, während sie zugleich eine Abgabe für den Abbau der Fettüberschüsse bezahlen müssen.
• Jeder Anstieg der Produzentenpreise ist eine willkommene Gelegenheit für die Migros, ihre Marge zu vergrössern.
• Das Foto des Artikels entspricht nicht der Realität der meisten Produzenten. Gerade die Migros zerstört mit ihrer Tiefpreispolitik die Art Landwirtschaft, die sie in ihrer Werbung vorgaukelt. Die Migros investiert Millionen in ihr Image und in Marketing, will aber die BO Milch nicht dahin gehend beeinflussen, eine nachhaltige Milchpolitik umzusetzen, welche diese Art Landwirtschaft erhalten würde.

Folgerung
Die Migros handelt ausschliesslich in ihrem eigenen Interesse. Sie ist keine Handelspartnerin, sondern eine unumgängliche Geschäftsbeziehung für Produzenten/-innen und Konsumenten/-innen. Letztere werden getäuscht und zur Kasse gebeten. Um ihre Preispolitik zu rechtfertigen und ihr Image zu vergolden nutzt die Migros ihr Magazin und zögert keine Sekunde, ihrer Leserschaft, respektive ihrer Kundschaft wichtige Informationen zu verschweigen.
Uniterre ist sich bewusst, dass es schwierig ist, den Milchmarkt für Herrn und Frau Schweizer zu vulgarisieren. Deshalb ist Uniterre für jeden Vorschlag der Migros offen, um die Realität der Bauernfamilien bei der Redaktion ihrer Artikel wahrheitsgetreu und verständlich darzustellen.

 
27 Juili 2010 - Rote Karten Fur Die Migros

Rote Karten für die Migros


Uniterre unterstützt die Aktion von BIG-M. Uniterre stellt fest, dass trotz den Marktentlastungsmassnahmen der BOM, die Produzentenpreise nicht steigen. Die neuliche Erhöhung des Richtpreises um 3 Rp wird den Produzenten vorenthalten, obschon sie schon auf die Konsumenten übertragen wird. Das zeigt, dass der Milchpreis nicht direkt an die produzierten Mengen gebunden ist. Andere Faktoren spielen mit und dazu gehört die Migros-Genossenschaft und ihr Verarbeitungsbetrieb ELSA. Dieser Betrieb zahlt die Erhöhung nicht aus, was einen verzerrenden Effekt auf den gesamten Schweizer Milchmarkt hat.
Die Milchproduzenten brauchen Marktpartner, die sich an die vereinbarten Regeln halten und die zu ihrem Engagement stehen. Sie brauchen einen höheren Milchpreis um ihre Produktionskosten, welche heute im Durchschnitt bei Fr. 1.- liegen, zu decken. Deshalb unterstützt Uniterre die Milchproduzenten die heute vor den Sitz der Migros ziehen um ihr aus folgenden Gründen drei rote Karten auszuteilen :
1ste rote Karte
Obschon die zwei Migrosvertreter innerhalb der BOM für eine Erhöhung des Richtpreises um 3 Rp gestimmt haben, vorenthält ELSA den Produzenten diese Erhöhung. Gleichzeitig kommunziert die Migros, dass sie mit einer Produzentenpreiserhöhung einverstanden ist..
2te rote Karte
Migros setzt sich für faire Handelsbeziehungen mit den Entwicklungsländern ein. Gleichzeitig sträubt sich die BOM, in der die Migros mehrere Sitze einnimmt, die Produktion einzuschränken. Die so geförderte Überproduktion wird zu Dumpingpreisen in diese Länder entsorgt.
3te rote Karte
Mit der Heidi-Milch beschwört die Migros ein idyllisches Bild und eine Geschäftsethik herauf, die mit der Realität nichts gemeinsam hat. Die Industrialisierung und Spezialisierung der Landwirtschaft wird vorangetrieben, während dem Produzenten der Mehrwert vorenthalten wird. Der ganze Preisunterschied landet in den Taschen des Grossverteilers.
Die Mehrheitsbeschlüsse der BOM werden nicht eingehalten. Die BOM ist unfähig für die Schweizer Produktion einen fairen Milchmarkt zu schaffen. Die Milchproduktion kostet heute in der Schweiz Fr. 1.-/Liter. Die Realisierung dieses Preises muss Ziel der BOM sein. Die Bestimmung der zu produzierenden Mengen muss, mittels vom Bund erteilter Allgemeinverbindlichkeit, den Milchproduzenten und ihrer Dachorganisation dem SMP übertragen werden

 
Milch

(international siehe unten)

SCHWEIZ

12. Juli 2010

Presseerklärung

Die Branchenorganisation Milch(BOM) drischt leeres Stroh

Die Milchpreise und die Milchmengensteuerung bringen die Milchproduzenten in ganz Europa in grosse Schwierigkeiten ! Das European Milk Board und Via Campesina demonstrieren am 12. Juli gemeinsam in Brüssel für die Forderungen der europäischen Milchproduzenten. In der Schweiz organisiert Uniterre gleichzeitig eine spektakuläre und symbolische Aktion vor den Büros der BOM, um deren Versagen anzuprangern. Seit der Gründung vor einem Jahr, hat diese Branchenorganisation ihre Unfähigkeit, die Produktionsmengen in den Griff zu bekommen unter Beweis gestellt. Davon legt die Rekord-Überproduktion von 200 Millionen Liter Milch, die zu einem Butterberg von über 10'000t geführt hat, ein trauriges Zeugnis ab. Der kürzliche Beschluss einer Abräumung von 3000t Butter ohne Massnahmen zur Senkung der im Vorfeld produzierten Menge ist ein Hohn, der auf Kosten aller Produzenten ausgetragen wird. Es muss befürchtet werden, dass bevor diese Buttertonnen in den Ländern des Südes weggeschmolzen sind, sich schon ein neuer Berg aufgetürmt hat !
Diese Situation hat zu einem dramatischen, für die Mehrzahl der Schweizer Milchbetriebe existenzbedrohenden, Sturz des Produzentenpreises geführt (-25Rp/kg fast innerhalb Jahresfrist) ! Die rein theoretische Erhöhung von 3 Rp des Preisindexes vom 1. Juli, welche kaum Produzenten ausbezahlt wird, ändert nichts daran. Es ist ein Skandal, wenn die Coop « zu Gunsten der Produzenten » eine Preiserhöhung der Milchprodukte ankündigt, obschon die Preissenkung von 25 Rp nicht an die Konsumenten weitergegeben wurde.
Von Anfang an hat die BOM nur einseitig im Interesse der Milchindustrie gearbeitet und die Forderungen der Produzenten abgeschlagen. Die Verantwortlichen dieses Debakels müssen in die Verantwortung gezogen werden und zurücktreten. Sie haben Ihre Pflicht, die Ihnen mittels der vom Bund übertragenen Allgemeinverbindlichkeit auferlegt wurde, missachtet !
Bis anhin sind die von der BOM initierten Mechanismen nicht in der Lage die Produktionsmengen für einen ausgeglichenen und fairen Markt zu steuern . Die Produzenten verlangen von der BOM :
1. Das Ziel eines kostendeckenden Milchpreises, das heisst in der Schweiz durchschnittlich Fr. 1.-/L, zu setzen.
2. Anzuerkennen, dass das aktuelle Regulierungssystem nicht funktioniert. Die dreifache Segmentierung ist weder in der Lage den Markt zu regulieren noch den durchschnittlichen Produzentenpreis zu erhöhen.
3. Die Mengensteuerung in die Hände der Produzenten und ihrem nationalen Verband, den Schweizerischen Milchproduzenten (SMP) zu übergeben. Diesem Verband muss vom Bund die Allgemeinverbindlichkeit übertragen werden, damit er das von Uniterre vorgeschlagene Modell der Mengensteuerung umsetzen kann.
Ein fairer Produzentenpreis bedeutet für die Konsumenten einen Verkaufspreis von ungefähr Fr.1.90/L, was pro Person einer jährlichen Mehrausgabe von Fr 35.- gleichkommt. Für Uniterre ist eine solche Mehrausgabe realistisch und unumgänglich um die Zukunft einer lokalen, vielfältigen bäuerlichen Landwirtschaft sicher zu stellen.

1. Juni 2010

Presseerklärung: Die Milchproduzenten stellen sich gegen die moderne Verknechtung

Es gleicht moderner Verknechtung, die Bauern zu zwingen Milchmengen, die zu Ramschpreisen auf internationalen Märkten verkauft werden, zu produzieren. Die Betriebe des Landes werden auf diese Weise in den Ruin getrieben. Deshalb haben die Uniterre-Produzenten beschlossen diese Milchmengen symbolisch auf ihre Felder auszubringen um so zu verhindern, dass sie den Markt überlasten und die Preise zum Stürzen bringen.
An diesem heutigen Milchtag, zeigen die Produzenten von Uniterre und des European Milk Board ihren Unmut zur gegenwärtigen Situation. Die Branchenorganisation Milch (BOM) hat nichts unternommen, um der voraussehbaren Überproduktion und dem wachsenden Butterberg Einhalt zu gebieten. Die Produzenten wollen nicht mehr länger an diesem System teilnehmen und deren Kosten auf sich nehmen.
Die sukzessiven Beschlüsse des BOM-Vorstandes haben bis heute nur den einseitigen Interessen der Milchindustrie genützt. Sie sind keine vertrauenswürdige Vertragspartner mehr. Sie haben die Interessen der Produzenten, die einzig eine fair bezahlte Arbeit und eine an rentable und lokale Märkte anpasste Produktion wollen, nie wahrgenommen.
Heute haben die Produzenten nur noch die Wahl zwischen Verschuldung und dem Einstellen der Milchproduktion.
Damit diese Situation sich rasch ändert verlangt Uniterre :
• Wahlfreiheit der Produzenten Milchmengen, welche den Markt überlasten, zu produzieren oder nicht zu produzieren
• Die globale Mengensteuerung der zu produzierenden Menge muss bei den Produzenten liegen.
• Im Produktionsvorfeld abgeschlossene Milchkaufverträge, welche nicht nur Mengen, sondern auch Preise die Schweizer Produktionskosten decken, das heisst 1.-Fr/Liter, beinhalten.
• Dem Gebrauch von Milchfett soll Vorrang vor Palmöl gegeben werden und der Wert des Milchfettgehaltes in Konsummilch soll wieder auf 3,8% angehoben werden
Am 7. Mai hat die BOM beschlossen die Butterlager per Export um ungefähr 3000 Tonnen zu verringern. Diese Entlastungsmassnahme kostet 15 Millionen Franken. Diese Summe wird von der Gesamtheit der Käserei- und Industriemilchproduzenten finanziert. Dies bedeutet eine weitere allgemeine Preissenkung.
Eine derartige private Exportunterstützungsmassnahme ist für Uniterre aus folgenden Gründen völlig unakzeptabel :
• Das Problem der effektif produzierten Mengen wird nicht gelöst. Jeder Milchproduzent ist verpflichtet unabhängig vom Preis, die gesamte vertragliche Menge zu liefern.
Beispiel :Für einen Betrieb, der eine monatliche Vertragsmenge von 10'000 kg hat, kann sich die Milchpreissenkung durch die Entlastungsmassnahme auf zwei Arten zeigen :
1. Ein sehr tiefer Preis auf X% der gelieferten Milch . Zum Beispiel 10%, was 1'000 kg zu sehr tiefem Preis bedeutet.
2. Ein tieferer Durchschnittspreis auf den gesamten 10’000kg, dh. Eine Preissenkung von x Rp/Kg auf den 10’000kg.
In beiden Fällen muss der Produzent die 10’000kg produzieren. Er kann die überschüssigen, schlecht bezahlten Mengen nicht nicht produzieren.
• Sie bedeutet eine Preissenkung für alle Produzenten. Diese Preissenkung kommt zu den Senkungen von über 20Rp von 2008 und 2009.
• Sie bedeutet Dumpingexporte auf Weltmärkten.
• Sie fördert wiederum die nachgelagerten Sektoren. Die Milchindustrie hat genug Schweizer Qualitätsmilch, die sie zu einem Preis, der tief unter den Schweizer Produktionskosten liegt, kauft.

epandage

Andere Foto

26 Oktober 2009

Presseerklärung

Bauernaufstand : Wer verweigert den Dialog ? Wer ist nicht konstruktiv ?

Frau Leuthard hat die demonstrierenden nicht zum Dialog bereiten Bauern angeprangert. Uniterre kann die erste Überraschung über die Aktion verstehen aber wir können nicht akzeptieren, dass man uns Diskussionsunwilligkeit vorwirft. Nicht zuletzt, weil auch der CVP Parteipräsident Christophe Darbelley noch in die gleiche Kerbe haut. Diese Vorwürfe sind falsch aus folgenden, unten aufgeführten Gründen. >mehr

 

23 Oktober

Folgende Presseerklärung betrifft :

  • Die Beschlüsse der Branchenorganisation Milch (BOM)
  • Die Bundesratsbeschlüsse bezüglich Landwirtschaft
  • Die heutige Aktion in Saignelégier an den Käseolympiaden mit Fr Leuthardt  « Wir brauchen keine 28 Millionen für die Industrie ».

Presseerklärung

Der Bund unterstützt die Industrie und das Projekt der BOM : Doppelte Niederlage für die Produzenten. Der Bauernaufstand geht weiter !

Der Bund bewilligt weitere 28 Millionen für die Bauern, so die Medientitel vom Mittwoch. Die aufständischen Bauernfamilien bekommen davon jedoch fast keinen Rappen ! Schlimmer noch, der Direktor des Schweizer Bauernverbandes, Jacques Bourgeois, begrüsst diesen Beschluss bei jeder Gelegenheit, die ihm dazu vor einem Mikrophon geboten wird ! Die Industrie hält sich lächelnd still  und applaudiert das Schauspiel ! Mit gutem Grund, denn sie kann jetzt die übervollen  Milchpulver- und Butterlager mit Bundesunterstützung auf asiatischen, afrikanischen und amerikanischen Märkten gewinnbringend als  Produkte « made in Switzerland »verscherbeln ! >mehr

 

11 septembre 2009

Ab heute abend ist der Bauernaufstand in der Schweiz ausgerufen

 Sie wissen, dass die französischen Milchproduzenten am 10. September in einen Milchstreik getreten sind. Ihre deutschen und belgischen Kollegen folgen diesem Aufruf.

Als Echo auf diese Mobilisierung rufen die Mitglieder von Uniterre zum BAUERNAUFSTAND auf. Sie fordern alle Schweizer Produzenten aus allen Produktionbranchen (Milch-, Fleisch-, Früchte-, Getreide-,Gemüse-, Wein- etc. Produzenten) auf, die Bevölkerung über diesen Aufstand zu informieren indem sie Tafeln, Spruchbänder, Transparente auf den Höfen, den Traktoren, den Feldrändern, den Mähdreschern und anderen Landwirtschaftsmaschinen anbringen.

Unsere Forderungen sind klar :

  • Unsere Solidarität mit den europäischen Kollegen zeigen,
  • Wir brauchen Fr 1.-/Liter Milch um unsere Produktionskosten zu decken ; diese Produktionskosten müssen in allen Produktionsbereichen gedeckt sein,
  • Wir fordern von der Industrie transparente Angaben zur Milchmenge die sie jährlich für ihr Weiterbestehen braucht.

 Wir laden alle Produzenten, aus allen Produktionsbranchen,  zu einer Versammlung ein :

 Montag dem  14 September um 14 Uhr in Palézieux-village, c/o la Ferme d’Eric Ramseyer

 (der Weg ist angezeigt ) um die weitere Form der Desorganisierung der Verarbeitung und der Milchverteilung zu planen.

Bei dieser Gelegenheit werden wir der Bevölkerung auch Aktionen vorschlagen um ihre Solidarität mit der Bewegung zu zeigen.

Die Presse ist herzlich zu dieser Produzentenversammlung eingeladen

 Pressekontakte :

 (Deutsch) Rudi Berli, Secrétaire d' Uniterre +41787077883, r.berli@uniterre.ch

 (F) Nicolas Bezençon, Secrétaire d’Uniterre +41795745412 info@uniterre.ch

 (F) Patrice Dubosson, producteur et co-président de la commission lait d’Uniterre +41794187785

 (F) Eric Ramseyer, producteur et co-président de la commission lait d’Uniterre + 41786056582

 www.uniterre.ch

 

18 MAI 2009: Pringy

Aktion in Pringy anlässlich der Vorstandssitzung des Freiburger Milchverbandes. Ungefähr 200 Milchproduzenten haben den Vorstand bis um 2 Uhr am Morgen zurückgehalten, um ein schriftliches Engagement zu bekommen, dass die Beschlüsse der Delegiertenversammlung vom 3. April betreffend Mehrmengen auch umgesetzt werden. Der Vorstand hat sich unglaublicherweise nicht an diese Beschlüsse gehalten und hat noch am 14. Mai weitere Verträge mit zusätzlichen Mehrmengen verschickt.
Unter dem Druck der Produzenten hat sich sich der Vorstand mündlich zu einer 40% Reduzierung der Mehrmengen ausgesprochen. Eine ausserordentliche Delegiertenversammlung wird einberufen werden. Obwohl keine schriftlichen Zugeständnisse erreicht wurde und angesichts der extrem angespannten Situation, haben die Milchproduzenten die Blockade um 2 Uhr aufgelöst.
Die Milchkäufer der Industrie und der Grossverteiler müssen jedoch damit rechnen, dass sie bald in eine ähnliche Situation kommen, solange die Preisentwicklung die Existenz unzähliger Milchbetriebe und Bauernfamilien bedroht.

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29 APRIL 2009: EPENDES (VD)

Am Tag vor dem Ende der Milchkontingentierung warnt  Uniterre von den potentiellen Entwicklungen…
Der ideale Milchbetrieb der Grossverteiler … weit enfernt vom Marketingbild mit « Heidi, schönen Blumen und glücklichen Tieren »

Europaweiter Aktionstag von Uniterre und dem European Milk Board

Mehrere Hundert Produzenten aus der ganzen Schweiz haben sich auf der Baustelle der neuen Milchproduktionshalle des « Château d'Ependes » versammelt um die Strategie der Grossverteiler anzuklagen. Wie Tausende andere Milchproduzenten in 14 europäischen Ländern demonstrieren sie ihre Unzufriedenheit und ihre Besorgnis angesichts der katastrophalen Situation des Milchmarktes. Die Preise sind im freien Fall und der unmittelbar bevorstehende Ausstieg aus der Milchkontingentierung verheisst keine Besserung. >mehr

ependes29avril09

Und am gleichen Tag im Europa, 25'000 Milchproduzenten haben demonstriert

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13 März 2009: bäuerliche Kundgebung vor BLW: Mehrmengen, Antworten bitte!

Aufruf (pdf)

Bäuerliche Kundgebung

Freitag 13. März 2009, von 11h bis 12h30 in Bern

vor dem Bundesamt für Landwirtschaft (Mattenhofstrasse 5)

Bringt bitte einige Milchpackungen mit !

Butter- und Milchpulverberge… !

Wo liegt die Verantwortung ? Wir fordern Antworten !

In der Pressemitteilung vom 29. Januar erklärt das BLW, dass die Milchüberproduktion das Resultat fallender Weltmarktpreise, des infolge der Krise sinkenden Konsums und der Wechselkursentwicklung sei. Die Käseexporte wären zurückgegangen und hätten den Überschuss bewirkt. Das entspricht nicht den Tatsachen, denn in Wahrheit wurde  mehr Käse produziert wie auch exportiert. Doch die Liberalisierung des Käsehandels hat ein grösseres Wachstum der Importe als der Exporte gebracht.

berne13mars2009

Ganz nebenbei vergisst das BLW einen Hauptdarsteller  dieser Misswirtschaft : das Bundesamt selber.Im Rahmen des vorzeitigen Austrittes aus der Milchkontingentierung, obliegt es dem BLW denjenigen Organisationen die diesbezügliche Anfragen stellen, Mehrmengen zu bewilligen. ( z.Bsp. im Milchjahr 2007/2008 +6,1% !) Diese Mengen müssen im Ausland oder in spezifischen inländischen Segmenten, in denen die Nachfrage über dem Angebot liegt, vermarktet werden. Eine dreimonatliche Kontrolle soll dabei durchgeführt werden. Diese Kontrollen wurden unseriös gemacht, was um so besorgniserregender ist als wir schon seit Jahren eine Kontrollstelle der Zuwiderhandlungen fordern.Die vom Bund zur Marktentlastung vorgeschlagenen 14 Millionen dürfen kein Blankoschein sein um sich der Verantwortung zu entziehen. Sie dürfen auch auf keinen Fall als Exporthilfen gebraucht werden. Die Mehrmengen haben den Schweizer Markt aus den Fugen gebracht, es steht nicht auch  noch andere Märkte zu vergiften !

Das BLW hat eine klare Mitverantwortung an der aktuellen Überproduktion ! Schlechtes Management und Liederlichkeit in den Zuteilungen und Nachlässigkeit bei den Kontrollen. Die Produzenten übernehmen einen Teil der Verantwortung und bezahlen dafür einen hohen Preis (seit Oktober ist der Preis bei einigen Bauern bis um 20 Rappen pro Kg gefallen. „Im Durschnitt“ umgerechnet auf ein Produktionsjahr, entspricht der Preiszerfall für IndustrieMilch minimal 200 Millionen Franken).

Seit mehreren Monaten fordern wir Auskunft :

  • Ob die vom BLW zugeteilten Mehrmengen auf den vorgesehenen Märkten verkauft wurden ?
  • Ob das BLW eine seriöse Kontrolle der Mengenverwendungen  ausweisen kann, wie es das Gesetz vorschreibt, und ob im Falle eines eventuellen Missbrauchs Sanktionen ergriffen wurden ?

Während einer Unterredung im Herbst 2008, hat sich die Bundesrätin Fr Leuthard verpflichtet, die schwarzen Schafe aufzuspüren und Sanktionen zu ergreifen… Wir warten immer noch auf Resultate. Da wir keine Antwort bekommen haben, kommen wir jetzt um die Antworten gemeinsam vor dem Bundesamt abzuholen.

Um den Milchmarkt ins Lot zu bringen und das Vertrauen in der Branche wieder herzustellen fordern wir :

1. Das BLW soll eine Kontrollstelle einrichten und die missbräulich erteilten Mehrmengen sofort zuückziehen.

2. Dass die Verarbeiter, statt ihre Energie für ein Freihandelsabkommen zu verschleudern, sich dafür einsetzen um auf dem Markt bessere Verkäufer zu werden. Unsere Produkte sind von höchster Qualität und haben deshalb in den Tiefpreissegmenten des Weltmarktes nichts zu suchen !

3. Dass sich die Produzenten bündeln, um mit den Milchkäufern kostendeckende Preise aushandeln zu können.

Organisation : Uniterre (Kundgebung bewilligt)

Unterstützt von : Agora et les Chambres d'agriculture de Suisse romande, BIG-M, BZS, Agrifutura (TI)... (Stand am 10. März)

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1. Februar 2008 im Bern: Kampagne Faire Milch

In der Schweiz und in Europa : Ein fairer Milchpreis für Alle !

fairemilch

Für einen fairen Milchpreis « 1 Fr pro Liter Milch für den Bauern » schliessen sich « Faironika, Justine, Onestina und Giustina » der europäischen Kuhherde für einen fairen Milchpreis an.

« Faire Milch ist gute Milch ». Diese Botschaft tragen Kühe quer durch Europa. Mit dem europäischen Zusammenschluss EMB (European Milk Board) nehmen über 80'000 Milchproduzenten die Zukunft in ihre Hände und informieren die Gesellschaft mit politischen und wirtschaftlichen Aktionen über den Wert ihrer Arbeit und der Milch.

In der Schweiz wenden sich die schweizer Mitglieder der neugegründeten europäischen Milchproduzentenorganisation EMB (European Milk Board) Uniterre und BIG-M heute eine einzigartige Werbeaktion an die Schweizer Bevölkerung. Eine Kuh mit dem Schweizerkreuz fordert einen fairen Milchpreis für alle Schweizer Milchproduzenten

« 1 Fr für den Bauern pro Liter Milch »

Das Ziel der heute gestarteten Kampagne besteht darin, einen fairen Preis für die Milchproduzenten zu erreichen und die positiven Auswirkungen einer vom Markt fair bezahlten Milchproduktion aufzuzeigen . Die an der Kampagne beteiligten Milchproduzenten fordern :

    • Einen fairen Preis der als Minimum bei 1.-Fr. Produzentenpreis liegt
    • Eine Mengensteuerung in Produzentenhand, um einen fairen Preis zu erhalten.
    • Den Beibehalt und die Schaffung fair bezahlter Arbeitsplätze auf dem Land  im Speziellen auf den Milchbetrieben.
    • Die Anwendung der Ernährungssouveränität auf nationaler und europäischer Ebene als Ausdruck für eine dynamische, breitgefächerte und lokale Produktion sowie den Schutz und die Qualität der natürlichen Lebensgrundlagen.
    • Den Schutz und die Unterstützung von Herkunftsbezeichnungen als Mehrwertschöpfung für die Produkte

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Pressemappe
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INTERNATIONAL

                                 logoemb

Brüssel, den 13. Februar 2008
Resolution der europäischen Milcherzeuger
AKTIVE MARKTSTEUERUNG:
MÄRKTE IM GLEICHGEWICHT – FAIRE PREISE

Seit dem Jahr 2007 entwickeln sich die europäischen und internationalen Milchmärkte erstmals seit langem positiv. Bedingt durch die extrem niedrigen Erzeugerpreise für Milch in den Vorjahren ging die Produktion in einigen Regionen stark zurück, so dass Überschüsse und Lagerbestände in der EU abgebaut wurden. Auch die Ausfuhren von Milchprodukten aus der EU gingen zurück, so dass der Weltmarktpreis für diese ebenfalls spürbar anstieg.

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Angesichts der veränderten Marktsituation gibt es Bestrebungen innerhalb der EU, die Überschusssituation und damit den Preisdruck auf die Milcherzeugerpreise wieder herzustellen. Die aktuellen Vorschläge der EU-Kommission haben dieses Ziel.
Mehr als 4.500 Milcherzeuger sind am 13.02.2008 nach Brüssel gekommen, um diesem Ansinnen von Politikern und Funktionären eine deutliche Absage zu erteilen. (mehr lesen)

Bericht Kongress in Bruxelles

Aktion 17. Oktober „Europas Kuhauftrieb für einen fairen Milchpreis“
„Europas Kuhauftrieb für einen fairen Milchpreis“ ist eine europäische Aktion zur Durchsetzung fairer Milchpreise, die gleichzeitig in zwölf Ländern Europas präsentiert wird. Milchbauern bringen ihre „Faironikas“ in die Städte. Diese lebensgrossen Kunstkühe stehen für Fairness bei der Milch, für faire Preise und die positiven Auswirkungen, die sich daraus für alle ergeben.
Die europäischen Milchbauern haben sich vor einem Jahr länderübergreifend im European Milk Board (EMB) zusammengeschlossen, um für eine faire Entlöhnung ihrer Arbeit zu kämpfen. „Faironika“ hilft ihnen dabei. Sie soll erklären, dass Milch ein wertvolles Lebensmittel ist. Das die Erzeugung von Milch eine Menge Arbeit macht und dass diese angemessen entlöhnt sein muss. „Faironika wird Verbrauchern, Journalisten, Politikern und auch Bauern zeigen, was die Milch noch alles kann: Eine Kulturlandschaft gestalten, die uns lieb und teuer ist, Arbeitsplätze sichern und den ländlichen Raum durch Wertschöpfung lebendig erhalten“, erläutert Romuald Schaber, Präsident des EMB.
In Berlin, Paris, Luxemburg, Wien und anderen Städten werden heute die ersten Kühe zusammenkommen. Doch das ist nur der Anfang. Innerhalb der kommenden Wochen und Monate werden täglich neue „Faironikas“ aufgestellt. Diese Kühe erzählen überall die gleiche Geschichte. Wir brauchen faire Milcherzeugerpreise, damit die Milcherzeugung in Europa bleibt. „Die faire Milch“ Das ist gut, das ist fair! Dieser Botschaft wird man bald in Form von „Faironikas“ und als Schilder in ganz Europa begegnen. Über das European Milk Board koordiniert nehmen die Milchbauern ihr Schicksal in die eigenen Hände und zeigen neben politischer und wirtschaftlicher Aktivität der Öffentlichkeit, wie wertvoll ihre Arbeit ist.

Mehr Information auf
www.fairmilk.org
www.faire-milch.ch

 

 
UNITERRE pour une agriculture durable
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