
(international siehe unten)
SCHWEIZ
12. Juli 2010
Presseerklärung
Die Branchenorganisation Milch(BOM) drischt leeres Stroh
Die Milchpreise und die Milchmengensteuerung bringen die Milchproduzenten in ganz Europa in grosse Schwierigkeiten ! Das European Milk Board und Via Campesina demonstrieren am 12. Juli gemeinsam in Brüssel für die Forderungen der europäischen Milchproduzenten. In der Schweiz organisiert Uniterre gleichzeitig eine spektakuläre und symbolische Aktion vor den Büros der BOM, um deren Versagen anzuprangern. Seit der Gründung vor einem Jahr, hat diese Branchenorganisation ihre Unfähigkeit, die Produktionsmengen in den Griff zu bekommen unter Beweis gestellt. Davon legt die Rekord-Überproduktion von 200 Millionen Liter Milch, die zu einem Butterberg von über 10'000t geführt hat, ein trauriges Zeugnis ab. Der kürzliche Beschluss einer Abräumung von 3000t Butter ohne Massnahmen zur Senkung der im Vorfeld produzierten Menge ist ein Hohn, der auf Kosten aller Produzenten ausgetragen wird. Es muss befürchtet werden, dass bevor diese Buttertonnen in den Ländern des Südes weggeschmolzen sind, sich schon ein neuer Berg aufgetürmt hat !
Diese Situation hat zu einem dramatischen, für die Mehrzahl der Schweizer Milchbetriebe existenzbedrohenden, Sturz des Produzentenpreises geführt (-25Rp/kg fast innerhalb Jahresfrist) ! Die rein theoretische Erhöhung von 3 Rp des Preisindexes vom 1. Juli, welche kaum Produzenten ausbezahlt wird, ändert nichts daran. Es ist ein Skandal, wenn die Coop « zu Gunsten der Produzenten » eine Preiserhöhung der Milchprodukte ankündigt, obschon die Preissenkung von 25 Rp nicht an die Konsumenten weitergegeben wurde.
Von Anfang an hat die BOM nur einseitig im Interesse der Milchindustrie gearbeitet und die Forderungen der Produzenten abgeschlagen. Die Verantwortlichen dieses Debakels müssen in die Verantwortung gezogen werden und zurücktreten. Sie haben Ihre Pflicht, die Ihnen mittels der vom Bund übertragenen Allgemeinverbindlichkeit auferlegt wurde, missachtet !
Bis anhin sind die von der BOM initierten Mechanismen nicht in der Lage die Produktionsmengen für einen ausgeglichenen und fairen Markt zu steuern . Die Produzenten verlangen von der BOM :
1. Das Ziel eines kostendeckenden Milchpreises, das heisst in der Schweiz durchschnittlich Fr. 1.-/L, zu setzen.
2. Anzuerkennen, dass das aktuelle Regulierungssystem nicht funktioniert. Die dreifache Segmentierung ist weder in der Lage den Markt zu regulieren noch den durchschnittlichen Produzentenpreis zu erhöhen.
3. Die Mengensteuerung in die Hände der Produzenten und ihrem nationalen Verband, den Schweizerischen Milchproduzenten (SMP) zu übergeben. Diesem Verband muss vom Bund die Allgemeinverbindlichkeit übertragen werden, damit er das von Uniterre vorgeschlagene Modell der Mengensteuerung umsetzen kann.
Ein fairer Produzentenpreis bedeutet für die Konsumenten einen Verkaufspreis von ungefähr Fr.1.90/L, was pro Person einer jährlichen Mehrausgabe von Fr 35.- gleichkommt. Für Uniterre ist eine solche Mehrausgabe realistisch und unumgänglich um die Zukunft einer lokalen, vielfältigen bäuerlichen Landwirtschaft sicher zu stellen.
1. Juni 2010
Presseerklärung: Die Milchproduzenten stellen sich gegen die moderne Verknechtung
Es gleicht moderner Verknechtung, die Bauern zu zwingen Milchmengen, die zu Ramschpreisen auf internationalen Märkten verkauft werden, zu produzieren. Die Betriebe des Landes werden auf diese Weise in den Ruin getrieben. Deshalb haben die Uniterre-Produzenten beschlossen diese Milchmengen symbolisch auf ihre Felder auszubringen um so zu verhindern, dass sie den Markt überlasten und die Preise zum Stürzen bringen.
An diesem heutigen Milchtag, zeigen die Produzenten von Uniterre und des European Milk Board ihren Unmut zur gegenwärtigen Situation. Die Branchenorganisation Milch (BOM) hat nichts unternommen, um der voraussehbaren Überproduktion und dem wachsenden Butterberg Einhalt zu gebieten. Die Produzenten wollen nicht mehr länger an diesem System teilnehmen und deren Kosten auf sich nehmen.
Die sukzessiven Beschlüsse des BOM-Vorstandes haben bis heute nur den einseitigen Interessen der Milchindustrie genützt. Sie sind keine vertrauenswürdige Vertragspartner mehr. Sie haben die Interessen der Produzenten, die einzig eine fair bezahlte Arbeit und eine an rentable und lokale Märkte anpasste Produktion wollen, nie wahrgenommen.
Heute haben die Produzenten nur noch die Wahl zwischen Verschuldung und dem Einstellen der Milchproduktion.
Damit diese Situation sich rasch ändert verlangt Uniterre :
• Wahlfreiheit der Produzenten Milchmengen, welche den Markt überlasten, zu produzieren oder nicht zu produzieren
• Die globale Mengensteuerung der zu produzierenden Menge muss bei den Produzenten liegen.
• Im Produktionsvorfeld abgeschlossene Milchkaufverträge, welche nicht nur Mengen, sondern auch Preise die Schweizer Produktionskosten decken, das heisst 1.-Fr/Liter, beinhalten.
• Dem Gebrauch von Milchfett soll Vorrang vor Palmöl gegeben werden und der Wert des Milchfettgehaltes in Konsummilch soll wieder auf 3,8% angehoben werden
Am 7. Mai hat die BOM beschlossen die Butterlager per Export um ungefähr 3000 Tonnen zu verringern. Diese Entlastungsmassnahme kostet 15 Millionen Franken. Diese Summe wird von der Gesamtheit der Käserei- und Industriemilchproduzenten finanziert. Dies bedeutet eine weitere allgemeine Preissenkung.
Eine derartige private Exportunterstützungsmassnahme ist für Uniterre aus folgenden Gründen völlig unakzeptabel :
• Das Problem der effektif produzierten Mengen wird nicht gelöst. Jeder Milchproduzent ist verpflichtet unabhängig vom Preis, die gesamte vertragliche Menge zu liefern.
Beispiel :Für einen Betrieb, der eine monatliche Vertragsmenge von 10'000 kg hat, kann sich die Milchpreissenkung durch die Entlastungsmassnahme auf zwei Arten zeigen :
1. Ein sehr tiefer Preis auf X% der gelieferten Milch . Zum Beispiel 10%, was 1'000 kg zu sehr tiefem Preis bedeutet.
2. Ein tieferer Durchschnittspreis auf den gesamten 10’000kg, dh. Eine Preissenkung von x Rp/Kg auf den 10’000kg.
In beiden Fällen muss der Produzent die 10’000kg produzieren. Er kann die überschüssigen, schlecht bezahlten Mengen nicht nicht produzieren.
• Sie bedeutet eine Preissenkung für alle Produzenten. Diese Preissenkung kommt zu den Senkungen von über 20Rp von 2008 und 2009.
• Sie bedeutet Dumpingexporte auf Weltmärkten.
• Sie fördert wiederum die nachgelagerten Sektoren. Die Milchindustrie hat genug Schweizer Qualitätsmilch, die sie zu einem Preis, der tief unter den Schweizer Produktionskosten liegt, kauft.

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26 Oktober 2009
Presseerklärung
Bauernaufstand : Wer verweigert den Dialog ? Wer ist nicht konstruktiv ?
Frau Leuthard hat die demonstrierenden nicht zum Dialog bereiten Bauern angeprangert. Uniterre kann die erste Überraschung über die Aktion verstehen aber wir können nicht akzeptieren, dass man uns Diskussionsunwilligkeit vorwirft. Nicht zuletzt, weil auch der CVP Parteipräsident Christophe Darbelley noch in die gleiche Kerbe haut. Diese Vorwürfe sind falsch aus folgenden, unten aufgeführten Gründen. >mehr
23 Oktober
Folgende Presseerklärung betrifft :
- Die Beschlüsse der Branchenorganisation Milch (BOM)
- Die Bundesratsbeschlüsse bezüglich Landwirtschaft
- Die heutige Aktion in Saignelégier an den Käseolympiaden mit Fr Leuthardt « Wir brauchen keine 28 Millionen für die Industrie ».
Presseerklärung
Der Bund unterstützt die Industrie und das Projekt der BOM : Doppelte Niederlage für die Produzenten. Der Bauernaufstand geht weiter !
Der Bund bewilligt weitere 28 Millionen für die Bauern, so die Medientitel vom Mittwoch. Die aufständischen Bauernfamilien bekommen davon jedoch fast keinen Rappen ! Schlimmer noch, der Direktor des Schweizer Bauernverbandes, Jacques Bourgeois, begrüsst diesen Beschluss bei jeder Gelegenheit, die ihm dazu vor einem Mikrophon geboten wird ! Die Industrie hält sich lächelnd still und applaudiert das Schauspiel ! Mit gutem Grund, denn sie kann jetzt die übervollen Milchpulver- und Butterlager mit Bundesunterstützung auf asiatischen, afrikanischen und amerikanischen Märkten gewinnbringend als Produkte « made in Switzerland »verscherbeln ! >mehr
11 septembre 2009
Ab heute abend ist der Bauernaufstand in der Schweiz ausgerufen
Sie wissen, dass die französischen Milchproduzenten am 10. September in einen Milchstreik getreten sind. Ihre deutschen und belgischen Kollegen folgen diesem Aufruf.
Als Echo auf diese Mobilisierung rufen die Mitglieder von Uniterre zum BAUERNAUFSTAND auf. Sie fordern alle Schweizer Produzenten aus allen Produktionbranchen (Milch-, Fleisch-, Früchte-, Getreide-,Gemüse-, Wein- etc. Produzenten) auf, die Bevölkerung über diesen Aufstand zu informieren indem sie Tafeln, Spruchbänder, Transparente auf den Höfen, den Traktoren, den Feldrändern, den Mähdreschern und anderen Landwirtschaftsmaschinen anbringen.
Unsere Forderungen sind klar :
- Unsere Solidarität mit den europäischen Kollegen zeigen,
- Wir brauchen Fr 1.-/Liter Milch um unsere Produktionskosten zu decken ; diese Produktionskosten müssen in allen Produktionsbereichen gedeckt sein,
- Wir fordern von der Industrie transparente Angaben zur Milchmenge die sie jährlich für ihr Weiterbestehen braucht.
Wir laden alle Produzenten, aus allen Produktionsbranchen, zu einer Versammlung ein :
Montag dem 14 September um 14 Uhr in Palézieux-village, c/o la Ferme d’Eric Ramseyer
(der Weg ist angezeigt ) um die weitere Form der Desorganisierung der Verarbeitung und der Milchverteilung zu planen.
Bei dieser Gelegenheit werden wir der Bevölkerung auch Aktionen vorschlagen um ihre Solidarität mit der Bewegung zu zeigen.
Die Presse ist herzlich zu dieser Produzentenversammlung eingeladen
Pressekontakte :
(Deutsch) Rudi Berli, Secrétaire d' Uniterre +41787077883, r.berli@uniterre.ch
(F) Nicolas Bezençon, Secrétaire d’Uniterre +41795745412 info@uniterre.ch
(F) Patrice Dubosson, producteur et co-président de la commission lait d’Uniterre +41794187785
(F) Eric Ramseyer, producteur et co-président de la commission lait d’Uniterre + 41786056582
www.uniterre.ch
18 MAI 2009: Pringy
Aktion in Pringy anlässlich der Vorstandssitzung des Freiburger Milchverbandes. Ungefähr 200 Milchproduzenten haben den Vorstand bis um 2 Uhr am Morgen zurückgehalten, um ein schriftliches Engagement zu bekommen, dass die Beschlüsse der Delegiertenversammlung vom 3. April betreffend Mehrmengen auch umgesetzt werden. Der Vorstand hat sich unglaublicherweise nicht an diese Beschlüsse gehalten und hat noch am 14. Mai weitere Verträge mit zusätzlichen Mehrmengen verschickt.
Unter dem Druck der Produzenten hat sich sich der Vorstand mündlich zu einer 40% Reduzierung der Mehrmengen ausgesprochen. Eine ausserordentliche Delegiertenversammlung wird einberufen werden. Obwohl keine schriftlichen Zugeständnisse erreicht wurde und angesichts der extrem angespannten Situation, haben die Milchproduzenten die Blockade um 2 Uhr aufgelöst.
Die Milchkäufer der Industrie und der Grossverteiler müssen jedoch damit rechnen, dass sie bald in eine ähnliche Situation kommen, solange die Preisentwicklung die Existenz unzähliger Milchbetriebe und Bauernfamilien bedroht.
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29 APRIL 2009: EPENDES (VD)
Am Tag vor dem Ende der Milchkontingentierung warnt Uniterre von den potentiellen Entwicklungen…
Der ideale Milchbetrieb der Grossverteiler … weit enfernt vom Marketingbild mit « Heidi, schönen Blumen und glücklichen Tieren »
Europaweiter Aktionstag von Uniterre und dem European Milk Board
Mehrere Hundert Produzenten aus der ganzen Schweiz haben sich auf der Baustelle der neuen Milchproduktionshalle des « Château d'Ependes » versammelt um die Strategie der Grossverteiler anzuklagen. Wie Tausende andere Milchproduzenten in 14 europäischen Ländern demonstrieren sie ihre Unzufriedenheit und ihre Besorgnis angesichts der katastrophalen Situation des Milchmarktes. Die Preise sind im freien Fall und der unmittelbar bevorstehende Ausstieg aus der Milchkontingentierung verheisst keine Besserung. >mehr

Und am gleichen Tag im Europa, 25'000 Milchproduzenten haben demonstriert
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13 März 2009: bäuerliche Kundgebung vor BLW: Mehrmengen, Antworten bitte!
Aufruf (pdf)
Bäuerliche Kundgebung
Freitag 13. März 2009, von 11h bis 12h30 in Bern
vor dem Bundesamt für Landwirtschaft (Mattenhofstrasse 5)
Bringt bitte einige Milchpackungen mit !
Butter- und Milchpulverberge… !
Wo liegt die Verantwortung ? Wir fordern Antworten !
In der Pressemitteilung vom 29. Januar erklärt das BLW, dass die Milchüberproduktion das Resultat fallender Weltmarktpreise, des infolge der Krise sinkenden Konsums und der Wechselkursentwicklung sei. Die Käseexporte wären zurückgegangen und hätten den Überschuss bewirkt. Das entspricht nicht den Tatsachen, denn in Wahrheit wurde mehr Käse produziert wie auch exportiert. Doch die Liberalisierung des Käsehandels hat ein grösseres Wachstum der Importe als der Exporte gebracht.

Ganz nebenbei vergisst das BLW einen Hauptdarsteller dieser Misswirtschaft : das Bundesamt selber.Im Rahmen des vorzeitigen Austrittes aus der Milchkontingentierung, obliegt es dem BLW denjenigen Organisationen die diesbezügliche Anfragen stellen, Mehrmengen zu bewilligen. ( z.Bsp. im Milchjahr 2007/2008 +6,1% !) Diese Mengen müssen im Ausland oder in spezifischen inländischen Segmenten, in denen die Nachfrage über dem Angebot liegt, vermarktet werden. Eine dreimonatliche Kontrolle soll dabei durchgeführt werden. Diese Kontrollen wurden unseriös gemacht, was um so besorgniserregender ist als wir schon seit Jahren eine Kontrollstelle der Zuwiderhandlungen fordern.Die vom Bund zur Marktentlastung vorgeschlagenen 14 Millionen dürfen kein Blankoschein sein um sich der Verantwortung zu entziehen. Sie dürfen auch auf keinen Fall als Exporthilfen gebraucht werden. Die Mehrmengen haben den Schweizer Markt aus den Fugen gebracht, es steht nicht auch noch andere Märkte zu vergiften !
Das BLW hat eine klare Mitverantwortung an der aktuellen Überproduktion ! Schlechtes Management und Liederlichkeit in den Zuteilungen und Nachlässigkeit bei den Kontrollen. Die Produzenten übernehmen einen Teil der Verantwortung und bezahlen dafür einen hohen Preis (seit Oktober ist der Preis bei einigen Bauern bis um 20 Rappen pro Kg gefallen. „Im Durschnitt“ umgerechnet auf ein Produktionsjahr, entspricht der Preiszerfall für IndustrieMilch minimal 200 Millionen Franken).
Seit mehreren Monaten fordern wir Auskunft :
- Ob die vom BLW zugeteilten Mehrmengen auf den vorgesehenen Märkten verkauft wurden ?
- Ob das BLW eine seriöse Kontrolle der Mengenverwendungen ausweisen kann, wie es das Gesetz vorschreibt, und ob im Falle eines eventuellen Missbrauchs Sanktionen ergriffen wurden ?
Während einer Unterredung im Herbst 2008, hat sich die Bundesrätin Fr Leuthard verpflichtet, die schwarzen Schafe aufzuspüren und Sanktionen zu ergreifen… Wir warten immer noch auf Resultate. Da wir keine Antwort bekommen haben, kommen wir jetzt um die Antworten gemeinsam vor dem Bundesamt abzuholen.
Um den Milchmarkt ins Lot zu bringen und das Vertrauen in der Branche wieder herzustellen fordern wir :
1. Das BLW soll eine Kontrollstelle einrichten und die missbräulich erteilten Mehrmengen sofort zuückziehen.
2. Dass die Verarbeiter, statt ihre Energie für ein Freihandelsabkommen zu verschleudern, sich dafür einsetzen um auf dem Markt bessere Verkäufer zu werden. Unsere Produkte sind von höchster Qualität und haben deshalb in den Tiefpreissegmenten des Weltmarktes nichts zu suchen !
3. Dass sich die Produzenten bündeln, um mit den Milchkäufern kostendeckende Preise aushandeln zu können.
Organisation : Uniterre (Kundgebung bewilligt)
Unterstützt von : Agora et les Chambres d'agriculture de Suisse romande, BIG-M, BZS, Agrifutura (TI)... (Stand am 10. März)
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1. Februar 2008 im Bern: Kampagne Faire Milch
In der Schweiz und in Europa : Ein fairer Milchpreis für Alle !

Für einen fairen Milchpreis « 1 Fr pro Liter Milch für den Bauern » schliessen sich « Faironika, Justine, Onestina und Giustina » der europäischen Kuhherde für einen fairen Milchpreis an.
« Faire Milch ist gute Milch ». Diese Botschaft tragen Kühe quer durch Europa. Mit dem europäischen Zusammenschluss EMB (European Milk Board) nehmen über 80'000 Milchproduzenten die Zukunft in ihre Hände und informieren die Gesellschaft mit politischen und wirtschaftlichen Aktionen über den Wert ihrer Arbeit und der Milch.
In der Schweiz wenden sich die schweizer Mitglieder der neugegründeten europäischen Milchproduzentenorganisation EMB (European Milk Board) Uniterre und BIG-M heute eine einzigartige Werbeaktion an die Schweizer Bevölkerung. Eine Kuh mit dem Schweizerkreuz fordert einen fairen Milchpreis für alle Schweizer Milchproduzenten
« 1 Fr für den Bauern pro Liter Milch »
Das Ziel der heute gestarteten Kampagne besteht darin, einen fairen Preis für die Milchproduzenten zu erreichen und die positiven Auswirkungen einer vom Markt fair bezahlten Milchproduktion aufzuzeigen . Die an der Kampagne beteiligten Milchproduzenten fordern :
- Einen fairen Preis der als Minimum bei 1.-Fr. Produzentenpreis liegt
- Eine Mengensteuerung in Produzentenhand, um einen fairen Preis zu erhalten.
- Den Beibehalt und die Schaffung fair bezahlter Arbeitsplätze auf dem Land im Speziellen auf den Milchbetrieben.
- Die Anwendung der Ernährungssouveränität auf nationaler und europäischer Ebene als Ausdruck für eine dynamische, breitgefächerte und lokale Produktion sowie den Schutz und die Qualität der natürlichen Lebensgrundlagen.
- Den Schutz und die Unterstützung von Herkunftsbezeichnungen als Mehrwertschöpfung für die Produkte
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Pressemappe
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INTERNATIONAL

Brüssel, den 13. Februar 2008
Resolution der europäischen Milcherzeuger
AKTIVE MARKTSTEUERUNG:
MÄRKTE IM GLEICHGEWICHT – FAIRE PREISE
Seit dem Jahr 2007 entwickeln sich die europäischen und internationalen Milchmärkte erstmals seit langem positiv. Bedingt durch die extrem niedrigen Erzeugerpreise für Milch in den Vorjahren ging die Produktion in einigen Regionen stark zurück, so dass Überschüsse und Lagerbestände in der EU abgebaut wurden. Auch die Ausfuhren von Milchprodukten aus der EU gingen zurück, so dass der Weltmarktpreis für diese ebenfalls spürbar anstieg.
Angesichts der veränderten Marktsituation gibt es Bestrebungen innerhalb der EU, die Überschusssituation und damit den Preisdruck auf die Milcherzeugerpreise wieder herzustellen. Die aktuellen Vorschläge der EU-Kommission haben dieses Ziel.
Mehr als 4.500 Milcherzeuger sind am 13.02.2008 nach Brüssel gekommen, um diesem Ansinnen von Politikern und Funktionären eine deutliche Absage zu erteilen. (mehr lesen)
Bericht Kongress in Bruxelles
Aktion 17. Oktober „Europas Kuhauftrieb für einen fairen Milchpreis“
„Europas Kuhauftrieb für einen fairen Milchpreis“ ist eine europäische Aktion zur Durchsetzung fairer Milchpreise, die gleichzeitig in zwölf Ländern Europas präsentiert wird. Milchbauern bringen ihre „Faironikas“ in die Städte. Diese lebensgrossen Kunstkühe stehen für Fairness bei der Milch, für faire Preise und die positiven Auswirkungen, die sich daraus für alle ergeben.
Die europäischen Milchbauern haben sich vor einem Jahr länderübergreifend im European Milk Board (EMB) zusammengeschlossen, um für eine faire Entlöhnung ihrer Arbeit zu kämpfen. „Faironika“ hilft ihnen dabei. Sie soll erklären, dass Milch ein wertvolles Lebensmittel ist. Das die Erzeugung von Milch eine Menge Arbeit macht und dass diese angemessen entlöhnt sein muss. „Faironika wird Verbrauchern, Journalisten, Politikern und auch Bauern zeigen, was die Milch noch alles kann: Eine Kulturlandschaft gestalten, die uns lieb und teuer ist, Arbeitsplätze sichern und den ländlichen Raum durch Wertschöpfung lebendig erhalten“, erläutert Romuald Schaber, Präsident des EMB.
In Berlin, Paris, Luxemburg, Wien und anderen Städten werden heute die ersten Kühe zusammenkommen. Doch das ist nur der Anfang. Innerhalb der kommenden Wochen und Monate werden täglich neue „Faironikas“ aufgestellt. Diese Kühe erzählen überall die gleiche Geschichte. Wir brauchen faire Milcherzeugerpreise, damit die Milcherzeugung in Europa bleibt. „Die faire Milch“ Das ist gut, das ist fair! Dieser Botschaft wird man bald in Form von „Faironikas“ und als Schilder in ganz Europa begegnen. Über das European Milk Board koordiniert nehmen die Milchbauern ihr Schicksal in die eigenen Hände und zeigen neben politischer und wirtschaftlicher Aktivität der Öffentlichkeit, wie wertvoll ihre Arbeit ist.
Mehr Information auf
www.fairmilk.org
www.faire-milch.ch
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